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Uhrturmgebäude und Kittlerhörsaal
Darmstadt

Uhrturmgebäude und Kittlerhörsaal

Technische Universität

Das Uhr­turm­ge­bäude der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Darm­stadt wurde von Fried­rich Pützer in den Jahren 1901-1904 geplant und aus­ge­führt. Dabei bildet das Gebäude in der Hoch­schul­straße das Bin­de­glied zwi­schen den kurz zuvor errich­te­ten Gebäu­de­f­lü­geln des phy­si­ka­li­schen und che­mi­schen Insti­tu­tes. Dieser „Lü­cken­schluss“ der Bau­f­lucht ver­band nicht nur die Bestands­bau­ten mit Ihren unter­schied­li­chen Höhen­ni­veaus und Fas­sa­den­ge­stal­tun­gen,

son­dern schaffte mit dem Turm­auf­satz auch bewusst eine Zen­trie­rung der Gesamt­an­lage als städ­te­bau­li­ches Zei­chen, dass der Bedeu­tung der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät in der Stadt ent­spre­chen sollte. Diesem pro­mi­nen­ten Gestus nach außen ent­sprach ebenso die innere Nut­zung des Hauses mit Labor, Samm­lungs­raum und dem neuen Hör­saal für den Lehr­stuhl der Elek­tro­tech­nik.

Konzept

Die Umbau­maß­nah­men wurden erfor­der­lich, da die bis­he­rige Nut­zung als Fach­be­reichs­bi­blio­thek aus­ge­la­gert wurde, um den Raum nun wieder seinem his­to­ri­schen Gewicht ent­spre­chend als Hör­saal für den Campus Stadt­mitte nutzen zu können. Die Ent­wurfs­idee bezieht sich dabei direkt auf die his­to­ri­sche Form und Pro­por­tion des ursprüng­li­chen Hör­saals und seiner Bestuh­lung, ohne dabei wie im Falle einer plat­ten Rekon­struk­tion die Erfor­der­nis der Neu­in­ter­pre­ta­tion dieser Gestal­tungs­ele­mente aus unse­rer heu­ti­gen Zeit heraus außer Acht zu lassen.

Auf­grund der Nut­zungs­än­de­rung zum Ver­an­stal­tungs­raum werden im Hör­saal­be­reich selbst umfang­rei­che Rück­bau- und Sanie­rungs­maß­nah­men erfor­der­lich. Wei­tere, dar­über hin­aus­ge­hende Ein­griffe in die denk­mal­ge­schützte Sub­stanz werden auf ein Mini­mum beschränkt. Im Respekt vor der his­to­ri­schen, teil­weise noch im bau­zeit­li­chen Zustand befind­li­chen Ori­gi­nal­sub­stanz stehen Rück­bau neu­zeit­li­cher Ein­griffe und Kon­ser­vie­rung noch erhal­te­ner Teile der Raum­schale im Vor­der­grund. Dabei werden nur Ein­griffe durch­ge­führt, die unmit­tel­bar für die Nut­zung des Hör­saals erfor­der­lich sind und somit der Ver­bes­se­rung der Lehre der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Darm­stadt dienen.

In Abhän­gig­keit zu den Gege­ben­hei­ten des Bestan­des wurden kom­plexe Nut­zeran­for­de­run­gen, ins­be­son­dere im Hin­blick auf eine moderne Prä­sen­ta­ti­ons­tech­nik, For­de­run­gen des Denk­mal­schut­zes sowie des Brand­schut­zes und der Gebäu­de­tech­nik in kür­zes­ter Zeit umge­setzt, um eine Rea­li­sie­rung des Umbaus im Rahmen der vor­ge­ge­be­nen Kosten-, Termin- und Qua­li­täts­vor­ga­ben errei­chen zu können. Im Ergeb­nis wird der TU Darm­stadt ein hoch­mo­der­ner, allen Vor­ga­ben ent­spre­chen­der Hör­saal in einem hoch­wer­tig wie­der­her­ge­stell­ten und sanier­ten his­to­ri­schen Gebäude zur Ver­fü­gung stehen, das mit der Geschichte der Uni­ver­si­tät eng ver­knüpft ist und in dieser Eigen­schaft einen beson­de­ren Iden­ti­fi­ka­ti­ons­punkt auf dem Campus aus­macht.

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Auftraggeber
Technische Universität Darmstadt
Rundeturmstraße 10
64283 Darmstadt
Planung/Errichtung
2013 - 2015